Über dem britischen Premierminister Keir Starmer kreisen die Gerüchte: Mehrere internationale Medien berichten, der Labour-Chef könne zu Wochenbeginn einen Zeitplan für seinen Rückzug bekanntgeben. Bestätigt ist ein solcher Schritt bislang allerdings nicht. Es handelt sich nach derzeitigem Stand um Spekulation, nicht um einen offiziell verkündeten Rücktritt.
Was bestätigt ist – und was nicht
Entscheidend ist die Einordnung: Starmer ist nicht zurückgetreten. Downing Street verwies gegenüber CNN auf eine Erklärung des Premiers, wonach er weiter auf sein Land konzentriert sei. Eine offizielle Ankündigung eines Rücktritts oder eines Zeitplans dafür lag zum Zeitpunkt der Berichte nicht vor.
Auslöser der Spekulationen ist eine seit Wochen schwelende Führungskrise in der Labour-Partei: Nach Wahlschlappen und wachsendem Unmut in der Fraktion fordern Teile der Partei einen personellen Neuanfang. Als parteiinterner Rivale und möglicher Nachfolger wird in der Berichterstattung vor allem der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, gehandelt. Ein geregeltes Verfahren zur Nachfolge ist bislang jedoch nicht eröffnet – auch das bleibt Spekulation.
Trumps Einmischung
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ausgerechnet US-Präsident Donald Trump: Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, Starmer werde „als Premierminister des Vereinigten Königreichs zurücktreten“. Ob Trump über belastbare Informationen verfügt oder lediglich eine Vermutung äußert, ist unklar – Starmer selbst hatte sich zu diesem Zeitpunkt nicht entsprechend geäußert, wie die Washington Post und CNN berichten.
Eine Lage in Bewegung
Klar ist bislang nur: Die Situation ist offen. Eine offizielle Bestätigung aus Downing Street oder vom Premierminister selbst stand zum Zeitpunkt der Berichte aus (Al Jazeera). Ob Starmer dem Druck nachgibt, einen Zeitplan vorlegt oder im Amt bleibt und sich einer Führungsabstimmung stellt, dürfte sich in den kommenden Tagen zeigen. Bis dahin gilt: Vieles ist Gerücht, wenig ist bestätigt.



