Erling Haaland kann auch mit minimalem Aufwand maximalen Schaden anrichten. Beim 3:2 (1:0) gegen Senegal in East Rutherford bei New York erzielte der Norweger beide Tore für sein Team – und das, obwohl er über weite Strecken kaum am Ball war. Mit dem Sieg im zweiten Gruppenspiel zog Norwegen vorzeitig in das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ein.
Effizienz statt Dauerpräsenz
Lange tauchte Haaland ab, ehe er nach der Pause zuschlug. In der 48. Minute traf der Stürmer von Manchester City zum 2:0; zehn Minuten später (58.) legte er zum 3:1 nach. Es war ein Auftritt wie aus dem Lehrbuch des modernen Mittelstürmers: wenige Aktionen, maximale Ausbeute.
Die Führung hatte zuvor Marcus Pedersen besorgt, der in der 43. Minute zum 1:0 traf. Senegal blieb durch Ismaila Sarr im Spiel: Der Angreifer verkürzte in der 53. Minute und sorgte in der Nachspielzeit (90.+3) für den 2:3-Anschlusstreffer, der jedoch zu spät kam. Vor 80.663 Zuschauern behielt Norwegen die Nerven.
Senegal vor dem Aus
Für Senegal war es nach der Auftaktniederlage gegen Frankreich bereits die zweite Pleite. Das Team um Routinier Sadio Mané steht damit vor dem vorzeitigen Ausscheiden. Auf den Rängen trafen zwei konträre Stürmergenerationen aufeinander – Haalands Wucht gegen Manés Erfahrung. An diesem Abend setzte sich die Jugend durch.
Blick auf den Gruppensieg
Mit zwei Siegen ist Norwegen das Achtelfinale nicht mehr zu nehmen. Im abschließenden Gruppenspiel geht es um den Gruppensieg – ein Ergebnis, das auch mit Blick auf mögliche K.-o.-Gegner interessant ist.
Nach dem Doppelpack beim Auftakt gegen den Irak und den beiden Treffern gegen Senegal gehört der 25-Jährige früh zu den Kandidaten auf die Torjägerkrone. Für Norwegen, das erstmals seit fast drei Jahrzehnten wieder bei einer WM dabei ist, könnte Haaland zum Schlüssel für eine längere Turnierreise werden.



