Wenn in München die Sommerabende lang werden, gehört die Stadt für zehn Tage dem Kino. Vom 26. Juni bis zum 5. Juli 2026 lädt das Filmfest München zu seiner 43. Ausgabe – und festigt damit erneut seinen Ruf als zweitgrößtes und bedeutendstes Filmfestival Deutschlands nach der Berlinale.

Ein Schaufenster für das Kino der Welt

Während die Berlinale im winterlichen Februar als Branchen-Schwergewicht mit Wettbewerb und Bären auftritt, hat sich München einen eigenen, sommerlich-entspannteren Charakter bewahrt: ein Festival der Entdeckungen, der Publikumsnähe und der großen Premieren. Rund 130 Filme aus 56 Ländern stehen in diesem Jahr auf dem Programm. Geleitet wird das Fest weiterhin vom künstlerischen Doppel Julia Weigl und Christoph Gröner, das in den vergangenen Jahren konsequent auf internationale Vielfalt und mutige Stoffe gesetzt hat.

Hollywood-Glanz und große Namen

Für den größten Auflauf auf dem roten Teppich dürfte ein Gast aus den USA sorgen: David Duchovny, dem Publikum seit über drei Jahrzehnten als „Akte X“-Star vertraut, wird in München erwartet und zählt laut dpa zu den Highlights des Jahrgangs. Auch die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller setzt einen besonderen Akzent. Den Auftakt soll das Nachkriegsdrama „Vaterland“ des oscarprämierten Regisseurs Pawel Pawlikowski machen.

Mehr als nur Leinwand

Programmatisch denkt München das Kino betont breit. Die traditionsreiche Reihe „Neues Deutsches Kino“ präsentiert frisch uraufgeführte Titel über Menschen auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. Dazu kommen Retrospektiven sowie Formate an der Schnittstelle zu Bildender Kunst, Theater und Popkultur. An rund einem Dutzend Spielstätten vernetzt sich das Festival quer durch die Stadt – vom klassischen Kinosaal bis zu Ausstellungsflächen.

Termine im Überblick

Das 43. Filmfest München läuft vom 26. Juni bis 5. Juli 2026. Wer bei den großen Premieren dabei sein will, sollte sich beeilen: Die begehrtesten Vorstellungen sind traditionell schnell ausverkauft.