Am Grünen Heiner, einem als Aussichtshügel beliebten ehemaligen Schuttberg auf der Grenze zwischen Stuttgart-Weilimdorf und Korntal-Münchingen, ist am Montag, 22. Juni 2026, ein Vegetationsbrand ausgebrochen. Nach Angaben der Feuerwehr brannte unterhalb des dort stehenden Windrads eine trockene Grasfläche von rund 1.200 Quadratmetern. Die Rauchwolke war weithin über Weilimdorf zu sehen.
Flammen breiteten sich den Hang hinab aus
Die Feuerwehr wurde am frühen Nachmittag alarmiert. Bei der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung in der Nähe des Windrads erkennbar; die Flammen breiteten sich rasch hangabwärts aus (ZVW). Weil der Grüne Heiner auf den Gemarkungen Stuttgart und Korntal-Münchingen liegt, waren Feuerwehren aus mehreren Kommunen im Einsatz. Allein am Grünen Heiner waren laut Ludwigsburger Kreiszeitung über 25 Fahrzeuge und mehr als 80 Einsatzkräfte vor Ort; beteiligt waren auch Wehren aus Ditzingen und dem Landkreis Ludwigsburg. Die Feuerwehr Stuttgart setzte speziell für die Vegetationsbrandbekämpfung ausgebildete Kräfte ein.
Hitze und Wind als Brandbeschleuniger
Nach rund einer Stunde meldete die Feuerwehr „Feuer aus". Eine weitere Ausbreitung sei nicht zu erwarten, sagte Feuerwehrsprecher Daniel Anand. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand. Die Ursache des Brandes war zunächst unklar; die Feuerwehr machte dazu keine Angaben. Begünstigt wurde die schnelle Ausbreitung nach Darstellung der Einsatzkräfte durch die anhaltende Dürre und kräftige Böen auf der Anhöhe. Die hochsommerlichen Temperaturen machten den Helfern zu schaffen. Der Deutsche Wetterdienst warnte zum Zeitpunkt des Einsatzes vor erhöhter Waldbrandgefahr (Stuttgarter Nachrichten).
Nicht der einzige Brand der Region
Der Brand am Grünen Heiner war an diesem Nachmittag nicht der einzige in der Region: Auch in Heimerdingen und am nördlichen Ortsrand von Korntal-Münchingen kam es zu Vegetationsbränden. In Korntal-Münchingen brannten knapp 200 Quadratmeter Bäume, Unterholz und Gras; dort dauerten die Löscharbeiten bei sengender Hitze über zwei Stunden. Die Häufung zeigt, wie hoch die Brandgefahr in der ausgedörrten Landschaft derzeit ist.



