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title: "Er entdeckte Whitney Houston: Musikproduzent Clive Davis mit 94 Jahren gestorben"
description: "Er prägte die Karrieren von Whitney Houston über Janis Joplin bis Alicia Keys und baute mit Arista Records eines der erfolgreichsten Labels der Popgeschichte auf: Clive Davis, einer der einflussreichsten Manager der Musikindustrie, ist im Alter von 94 Jahren in Manhattan gestorben."
category: "Kultur"
category_url: https://weltwarte.de/kategorie/kultur
author: "Sophie Lang"
published: 2026-06-22T17:09:00.000Z
updated: 2026-06-22T17:09:00.000Z
canonical: https://weltwarte.de/artikel/er-entdeckte-whitney-houston-musikproduzent-clive-davis-mit-94-jahren-gestorben
tags: ["Clive Davis", "Whitney Houston", "Arista Records", "Musikindustrie", "Nachruf"]
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# Er entdeckte Whitney Houston: Musikproduzent Clive Davis mit 94 Jahren gestorben

Er prägte die Karrieren von Whitney Houston über Janis Joplin bis Alicia Keys und baute mit Arista Records eines der erfolgreichsten Labels der Popgeschichte auf: Clive Davis, einer der einflussreichsten Manager der Musikindustrie, ist im Alter von 94 Jahren in Manhattan gestorben.

Der legendäre US-amerikanische Musikproduzent und Plattenmanager Clive Davis ist tot. Wie unter anderem [Variety](https://variety.com/2026/music/people-news/clive-davis-dead-producer-music-executive-1236787329/) und [Rolling Stone](https://www.rollingstone.com/music/music-news/clive-davis-arista-dead-obituary-203584/) berichten, starb er am 22. Juni 2026 im Alter von 94 Jahren in seinem Zuhause in Manhattan. Seine Familie bestätigte den Tod; Davis sei „friedlich an einer altersbedingten Erkrankung" verstorben. Zuvor war er Berichten zufolge wegen Atemwegsproblemen ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Mit Davis verliert die Branche eine ihrer prägendsten Figuren – einen Mann, dessen Gespür für Talente über Jahrzehnte hinweg den Klang der Popmusik mitbestimmte.

## Vom Anwalt zum mächtigsten Mann der Plattenbranche

Geboren am 4. April 1932 in Brooklyn, begann Davis seine Karriere nicht als Musiker, sondern als Jurist. Über die Rechtsabteilung gelangte er zu Columbia Records, wo er 1967 zum Präsidenten aufstieg. Dort öffnete er das traditionsreiche Label für die aufkommende Rockmusik. Den Wendepunkt markierte das Monterey Pop Festival 1967, nach dem er Janis Joplin unter Vertrag nahm. In seine Columbia-Ära fielen zudem Künstler wie Bruce Springsteen, Billy Joel und Santana ([Consequence](https://consequence.net/2026/06/clive-davis-dead-obituary/)). 1973 wurde Davis bei Columbia entlassen – ein Tiefpunkt, der seine Karriere jedoch nicht beendete.

## Arista Records und der Aufstieg von Whitney Houston

1974 gründete Davis das Label Arista Records, das er bis 2000 leitete und zu einem Pop-Imperium ausbaute. Hier gelang ihm seine wohl berühmteste Entdeckung: In den frühen 1980er-Jahren nahm er die junge Whitney Houston unter Vertrag und formte sie zum globalen Superstar. Auch andere Karrieren trugen Davis' Handschrift, darunter Barry Manilow, Aretha Franklin und Patti Smith. Als Mastermind gilt er zudem für eines der spektakulärsten Comebacks der Musikgeschichte: Mit dem Album „Supernatural" (1999) führte er Carlos Santana zurück an die Spitze – das Werk erreichte Platz eins und wurde mit neun Grammy Awards ausgezeichnet ([NBC News](https://www.nbcnews.com/news/obituaries/clive-davis-legendary-music-mogul-discovered-whitney-houston-dies-94-rcna351181)).

## J Records und eine neue Generation

Nach seinem Abschied von Arista gründete Davis im Jahr 2000 das Label J Records. Auch im neuen Jahrtausend bewies er sein Gespür: Mit Alicia Keys förderte er eine Künstlerin, die zu einer der prägenden Stimmen ihrer Generation wurde. Über verschiedene Führungspositionen bei Sony/BMG blieb Davis bis ins hohe Alter eine zentrale Instanz der Branche.

## Ein Leben voller Auszeichnungen

Davis' Verdienste wurden vielfach gewürdigt. Im Jahr 2000 wurde er in der Kategorie der Nicht-Interpreten in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen; über seine Karriere hinweg gewann er mehrere Grammy Awards. Sein jährlich vor den Grammys veranstaltetes Pre-Grammy-Gala-Event galt als eines der exklusivsten Treffen der Musikwelt.

Sein Einfluss reichte weit über einzelne Hits hinaus: Davis verkörperte den klassischen Plattenboss alter Schule, der Künstler entdeckte, aufbaute und über Jahrzehnte begleitete. Mit ihm geht eine Ära zu Ende, in der ein einzelner Mann die Karrieren von Janis Joplin bis Alicia Keys formen konnte – und damit den Soundtrack mehrerer Generationen mitschrieb.

## Quellen

- [Clive Davis, Grammy-Winning Record Producer, Dies at 94](https://variety.com/2026/music/people-news/clive-davis-dead-producer-music-executive-1236787329/)
- [Clive Davis, Music Executive Who Signed Whitney Houston, Dead at 94](https://www.rollingstone.com/music/music-news/clive-davis-arista-dead-obituary-203584/)
- [Clive Davis, legendary music mogul who discovered Whitney Houston, dies at 94](https://www.nbcnews.com/news/obituaries/clive-davis-legendary-music-mogul-discovered-whitney-houston-dies-94-rcna351181)

